Antennenfernsehen - die analoge Technik wird eingestellt
Beim Antennenfernsehen werden die Programme zunächst an den
Satelliten ins Weltall gesendet. Dieser leitet das Signal wieder
auf die Erde zurück und überträgt den Haushalten,
die eine Satellitenschüssel ausgerichtet haben, die Bilder und
den Ton. Die Ausrichtung sowie Größe der Schüssel
ist dabei entscheidend. Bei Hindernissen wie z.B. Bäumen oder
Wände ist ein Empfang der Signale nämlich nur sehr schlecht
oder überhaupt nicht möglich. Das ist darauf zurückzuführen,
dass die elektromagnetischen Wellen gradlinig auf die Erde gesendet
werden. Aufgrund der Erdkrümmung ist demnach die Reichweite
stark eingeschränkt. Entscheiden ist aber auch, ob die Signale
analog oder digital gesendet werden. Treten beispielsweise flache
Hindernisse zwischen der Antenne und dem Satelliten auf, kann aufgrund
der Reflexionen die analoge Übertragung gestört werden.
Ganz im Gegenteil ist es bei digitalen Signalen. Die Überlagerung
der Strahlen führt hier sogar dazu, dass die Empfangsqualität
weiter erhöht wird.
Ein schlechter Empfang kann generell jedoch verhindert werden,
wenn in der Region mehrere Füllsender aufgestellt werden.
Diese werden in Gebieten aufgestellt, in denen die so genannten
Grundnetzsender ungenügende Empfangsstärke aufweisen,
wie es beispielsweise in Tälern der Fall ist. Sie dienen dazu,
Programme im Mittelwellenbereich sowie im UKW-Bereich aufzunehmen.
Füllsender werden nie alleine aufgestellt, sondern lediglich
zur zusätzlichen Verstärkung der Grundnetzsender. Sollten
in einem Gebiet die Aufstellung von mehreren Füllsendern notwendig
sein, muss man zwangsweise mit hohen Investitionskosten rechnen.
Analoge Übertragungen verfügen nämlich lediglich über
sechzig Sendefrequenzen. Um derartige Kosten zu verhindern, wird
die flächendeckende Einführung des digitalen Antennensystems
DVB-T bereits seit dem Jahre 2003 intensiv vorangetrieben. Die
Befürwörter dieser Umstellung sind insbesondere die privaten
Fernsehanstalten, da sie für die Wartung von Störfällen
hohe Kosten zu tragen haben. Die europäischen Staaten haben
daher geplant, das analoge Fernsehen im Jahre 2012 komplett abzuschalten.
Da die Umschaltung auf das digitale System sehr kompliziert ist,
rechnen Experten jedoch erst nach 2015 mit einer vollständigen Änderung.
Die analogen Empfangsgeräte würden ab diesem Zeitpunkt
nicht mehr funktionieren. Dementsprechend sollten sich die Haushalte
schon mal mit den neuen Set Top Boxen vertraut machen. Es gibt
mittlerweile zahlreiche Anbieter auf den Markt. Bekannt ist vor
allem Apple mit seinem innovativen Apple
TV.
Die Box wird an den Fernseher angeschlossen und ermöglicht
neben dem Schauen in HD-Qualität auch das Streamen von Musik
und Fotos direkt aus dem Computer.
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