DMB - Digitale Übertragung auf Mobilfunkgeräte
Die Abkürzung "DMB" steht für "Digital Multimedia
Broadcasting" und ist ein Standard zur digitalen Übertragung
von Informationen an Mobilfunkgeräten wie beispielsweise Smartphones.
In Erweiterung dieses Standards wurde noch "S-DMB" (für
Satellitenübertragung) sowie "T-DMB" (für terrestrische Übertragung
- also Antenne) definiert. "T-DMB" ist dabei eine Erweiterung
des "DAB"-Standards (Digital Audio Broadcasting), wobei
dadurch jetzt auch audiovisuelle Inhalte übertragen werden können.
DMB kommt in Deutschland weniger zum Einsatz. Obwohl DMB von Deutschen
(Robert Bosch GmbH | Heinrich-Hertz-Institut) entwickelt wurde, ist
DMB mehr im asiatischen Raum (Süd Korea) verbreitet.
DMB erlaubt eine theoretische Übertragungsgeschwindigkeit
von bis zu 1,5 Mbit/s für digitale Radioprogramme, Video Signale
und andere Mulitmediale Inhalte. In einem BMBF-Forschungsprojekt
(DXB oder auch "Digital Extended Broadcasting") ist man
dabei, den DAB-Standard für eine IP-basierte Lösung zu
erweitern; dies würde Schnittstellen für DVB-H und UMTS
erlauben.
Kommerzielle Angebote über DMB waren in Deutschland bisher
nur einmal zu finden, nämlich mit "Watcha" vom "Mobiles
Fernsehen Deutschland" (MFD). Watcha wurde Anfang 2006 ins
Leben gerufen und sollte Fernsehen aufs Handy bringen; hierzu sollte
die seinerzeitige Fußballeuropameisterschaft Pate stehen.
Watcha konnte sich nicht durchsetzen, weil seinerzeit zu wenige
Endgeräte für die Endverbraucher auf dem Markt waren,
weil DMB für die Übertragung von Fernsehsignalen zu störanfällig
war, weil die Displays der wenigen Endgeräte viel zu klein
für Fernsehbilder waren, weil man über DMB lediglich
die Programme ARD, ZDF, N24 und MTV empfangen konnte und letztendlich,
weil nicht alle deutschen Rundfunkanstalten rechtzeitig geeignete
Sendefrequenzen zur Verfügung stellen wollten.
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