DVB-IPI - Übertragung von Audio- und Videodiensten über
das Internet-Protokoll
DVB-IPI steht für "Internet Protocol Infrastructure" und
ist ein Standard, der die Lücke zur digitalen Übertragung übers
Internet (IP) schließen soll. Hierbei sollen sowohl Video-Bilder
als auch freie Fernsehbilder und auch Bilder fürs digitale Bezahlfernsehen übertragen
werden.
DVB-IPI bildet die Grundlage für IPTV und ist von den Öffentlich
Rechtlichen Sendern für die Übertragung von Programmen übers
Internet vorgeschrieben. IPTV steckt (Stand 2011) allerdings noch
in den Kinderschuhen, wenn auch die Deutsche Telekom seit 2007
entsprechende Dienste über ihre VDSL-Netze im Programm hat.
Zwischenzeitlich hat die Telekom das VDSL-Netz auch für Konkurrenzanbieter
geöffnet und seither machen auch Arcor (als Vodafone-Tochter)
und Hansenet (als Telefonica-Tochter und somit Schwestergesellschaft
von O2-Germany) Fernsehdienste übers Internet verfügbar.
Die Netzbetreiber Telekom, Vodafone und Telefonica wollen mit
IPTV Geld durch Exklusivität verdienen. Hierdurch sind Fernsehprogramme über
IPTV nicht kostenfrei, dafür versprechen die Anbieter aber
höchste Qualität in Bild und Ton. IPTV ist heute sowohl über
einen Computer als auch über einen Fernseher empfangbar, in
beiden Fällen ist jedoch ein Breitband-Internet-Anschluss,
vornehmlich VDSL, aber auch ADSL2+ Voraussetzung. In diesem Zusammenhang
sprechen die Anbieter auch von hochauflösenden Fernsehen Standards,
im Volksmund eher unter der Bezeichnung HDTV bekannt.
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