Funktechnik
Beim Empfang von Informationen (in unserem Beispiel Radio oder
Fernsehen über "Antenne") können die Informationen
verschiedene Wegstrecken genommen haben, und zwar nicht nur durch
die "Luft" wie viele wohl meinen könnten. Vom Grundsatz
her unterscheiden sich die so genannten "Übertragungswege" in
Draht, Funk und Licht.
Bei der Übertragung mittels Draht unterscheidet man oberirdische
Drahtleitungen (Blankdraht oder Luftdraht) und unterirdische
Drahtleitungen, also die bekannten Erdkabel oder auch Seekabel.
Informationen via "Funk" werden über Richtfunk,
Mobilfunk, Satellitenfunk oder auch Infrarot realisiert, wobei
Infrarot gleichzeitig auch der Übertragungsweg via Licht
sein kann; zum Lichtweg gehören noch Lichtwellenleiter.
Je nach Übertragungsmedium werden die Informationen über
verschiedene Frequenzen geleitet. Beim Draht beispielsweise werden
die Informationen über elektrische Wechselstromimpulse im
nieder- oder hochfrequenz-Bereich übermittelt. Die Informationen
via Funk werden ebenfalls im Hochfrequenzbereich übertragen,
allerdings in Form von elektromagnetischen Wellen. Während
die drahtgebundene Übertragung zwei Geräte (Stationen)
miteinander verbinden muss, werden die Informationen (Signale)
auf dem Funkweg durch den freien Raum übertragen und über
Antennen zu den Sende- und Empfangsstationen geleitet. Da in
unserer technisierten Welt vieles über die Elektrik oder
Elektronik läuft, sind Übertragungswege via Funk sehr
störanfällig, im analogen Bereich zudem langsam und
unsicher.
Beim Licht oder anders gesagt, die Übertragung von Informationen über
Licht spricht man von der Zukunft; Glasfaserleitungen sind wohl
jedem ein Begriff, wenn auch mehr aus dem Bereich Internet oder
zur Überbrückung bestimmter UMTS-Strecken. Die Informationen über
Glasfaser(leitungen) werden mittels Lichtimpulse realisiert und
sind somit relativ wenig von äußeren Störeinflüssen
beeinträchtigt. Entsprechend hoch sind die Distanzen für
störungsfreie Übertragungen. Eine Ausnahme bildet hier
Infrarot, obwohl Infrarot eine sehr oft genutzte Technologie
in jedem Haushalt ist, und zwar die allseits präsenten Fernbedienungen.
Infrarot übermittelt Informationen mittels Licht, kann aber
nur über kurze Distanzen zum Einsatz gebracht werden und
die Verbindung zwischen Sender (Fernbedienung) und Empfänger
(in der Regel Fernseher) darf nicht durch (Sicht) Hindernisse
unterbrochen sein.
Bei der Übertragung mittels Funk ist die Antenne wohl das
wichtigste Element, denn die Antenne bildet die Schnittstelle
zwischen dem Empfänger und Senderelement, es hat die Aufgabe
Hochfrequenzsignale elektromagnetische Wellen in den freien Raum
ein- und auszukoppeln. Im Prinzip kann dabei jeder Draht relativ
leicht als Antenne modifiziert werden.
Die gebräuchlichsten Antennenformen sind rundumstrahlende
Antennen, Richtantennen und Sektorenantennen. Bei den Rundumstrahl-Antennen
strahlen die elektromagnetischen Wellen (wie der Name schon andeutet)
gleichmäßig nach allen Seiten ab. Die Rundum-Antenne
behält ihre beste Sende- und Empfangsleistung wenn sie vertikal
aufgestellt ist.
Richtantennen strahlen die elektromagnetischen Wellen (wie auch
der Name sagt) in eine bestimmte Richtung ab; dabei wird die
Energie stets gebündelt. Die beste Sende- und Empfangsleistung
erhalten Sie bei Richtantennen allerdings nur dann, wenn Sie
die Antenne exakt auf die Gegenstelle ausgerichtet haben, dann
allerdings können über Richtantennen größere
Distanzen als über Rundantennen realisiert werden.
Sektorenantennen funktionieren ähnlich wie Richtantennen
nur mit dem Unterschied, dass sie einen etwas größeren "Öffnungswinkel" aufweisen.
Die Signalstärke einer Antenne wird oft durch die Zuleitungen
und Steckverbindungen abgeschwächt. So beträgt die
Abschwächung der Signale bei jeder Steckverbindung etwa
0,2 dB, jeder Adapter schwächt das Signal sogar um 0,4 dB.
Andere störende Elemente können kalte Lötstellen
oder auch Lüsterklemmen sein.
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